Wasser ist Leben

Wassermanagement in Adeta

Mulchen nicht Brandroden

13.11.2018
Liebe 100-Days Community

Danke für Eure Unterstützung. An dieser Stelle möchte ich ein bisschen über die Permakultur erzählen, die wir in unserem Dorf Adeta in Togo zum Einsatz bringen. Sie wird für die Zukunft von grosser Bedeutung für die Landwirtschaft und den Garten- sowie Gemüsebau im Süden sein.

In Togo, wie an vielen Orten im Süden, wird immer noch mit Brandrodung als landwirtschaftliche Kulturtechnik gearbeitet. Während 2-3 Monaten pro Jahr erlaubt es die Regierung, den Bauern Felder in Brand zu setzen. Es sieht furchtbar aus, wenn man so durch das Land fährt und es überall (oder immer wieder einmal) rauchen oder gar brennen sieht.

Die Tradtion lehrt die lokalen Bauern, dass das Brandroden sehr wichtig sei und dadurch die Erde wieder fruchtbar gemacht wird (Mineralstoffdünger), doch der damit angerichtete Schaden ist immens. Es ist eine kurzsichtige Haltung, die mehr Schaden als Nutzen bringt. Klar: Es spart Zeit, denn niemand jätet gerne Unkraut etc. Es ist ein Weg das Feld zu säubern, aber der Verlust an Biomasse und Nährstoffen ist gross. In Adeta gibt es verschiedene Ansichten darüber und zu einem gewissen Grad einen Streit zwischen Bauern, die das tun und andere, die davon bereits losgelassen haben, denn das Feuer springt gerne vom einen Feld zu einem anderen über.

Bei unserer Reise im Frühjahr 2017 zeigte Marcus Pan, international tätiger Permakulturlehrer und Gründer der Permakulturakademie Down to Earth, wie es auch anders geht.

Ein wichtiges Element dabei war das Mulchen. Das heisst den Boden immer abgedeckt zu halten, so dass viel weniger Wasser verdunstet und die Mikroorganismen etwas zu essen haben. Überall auf der Welt ist Humusaufbau ein zentraler Punkt für die Verbesserung der Bodenstruktur und um höhere Erträge zu erwirtschaften. In der Permakultur beschäfigen wir uns intensiv damit.

In Adeta regnet es in etwa gleich viel in den 4-5 Monaten Regenzeit wie an vielen Orten der Schweiz in 12 Monaten. Nur: Da die Flächen oft nackt da liegen, verdunstet ein grosser (zu grosser!) Anteil davon sofort wieder. Auch das trägt zur Degeneration des Bodens bei, denn jeder gute Boden muss ausreichend Wasser speichern können. Fliesst das Wasser in die Flüsse ab und dann zum Meer, so geht damit auch immer Humus (Nährstoffe) verloren.

Das versuchen wir mit Elementen aus der Permakultur, wie es z.B. Sickergräben (Swails) und das Mulchen sind, zu verhindern.

Zum Bild: Auf dem Bild siehst Du das Gärtli von Beauty, der Frau meines Vaters, in Lomé. Bevor wir damit anfiengen, sie über die Wichtigkeit des Humusaufbaus zu informieren, wuchs da gar nichts. Die Moringa- und Mangobäume etc. wurden im Frühling/Sommer 2017 gesetzt und sind seither (Foto Januar 2018) so stark gewachsen. Mehrere Meter!
Sie sagte: “Der Kompost und das Mulchen haben sehr gut gewirkt. So gut dass ich die Bäume jeweils stark zurückschneiden musste und nicht noch mehr Kompost geben konnte.”

Lasst uns gemeinsam die Erde fruchtbar machen ... Vielen Dank für alle weiteren Unterstützungen ...

Grüsse,
Wendelin Matawa Keller

3 Tage Update

08.11.2018
Liebe Community

3 Tage (72h) sind um. Nun ist es an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Ihr seit super! Bereits wurde fast die Hälfte des Betrags erreicht und es wird Zeit die frohe Botschaft nach Adeta (Togo) weiter zu melden. Die Email dazu liegt versandbereit bei mir auf dem Schreibtisch vor.

Ganz speziell möchten wir uns bei Danielle Cesarov-Zaugg bedanken, die unglaublich grosszügig gespendet hat und so die Initiative schnell voran gebracht hat. Genial Danielle!

Ich hatte das Vergnügen, mit ihr an der Konferenz der Global Greens im Frühling 2017 in Liverpool teilzunehmen. Auch mit dabei waren Vertreter der grünen Bewegung aus Togo. Es war ein wundervoller Event mit fast 2000 Teilnehmer aus der ganzen Welt. Von Australien bis in die USA, Japan, Russland, Indonesien, Nepal, Afrika, Europa ... Von überall ...

Gemeinsam sind wir eine Welt und Menschheit für einen nachhaltigen Wandel!
Eine globale Familie!

In guter Erinnerung an Liverpool.

Danke!


erster Tag

06.11.2018
DANKE! Akpe!
Bereits am ersten Tag sind mehr als 10 Prozent der Summe für das Wassermanagement in Adeta, Togo, zusammengekommen. Dafür danke ich Dir ganz herzlich!

Deine Spende am ersten Tag zeigte mir, wie wichtig Du mich nimmst. Das ist wunderbar und darum möchte ich Dir zusätzlich zum ausgewählten Goodie etwas von unserer nächsten Reise nach Togo im Februar bis anfangs März mitbringen. Etwas speziell für Dich.

Bitte teile weiterhin den Link zum Crowdfunding mit Anderen.

Permakulturelle Grüsse aus Aarau,
Wendelin Matwa Keller

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INITIATOR

Wendelin Matawa Keller
Kpalimé (TG)
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