Maria-Amadea ...

... & Johann Sebastian

Personalstil

19.02.2019
Mein Komponieren geschieht in einem sogenannten ‚Personalstil‘, das heisst, dass ich eine eigene Art musikalischen Schreibens gefunden habe, die sich nicht in gängige Muster von Funktions/Stufentheorie einordnen lässt, sich auch nicht einer bestimmten Epoche verpflichtet fühlt, oder sich in einer Reihentechnik oder in bestimmten Modi wiederfinden lässt. Trotz dieser Eigenart ist es nicht eine musikalische Beliebigkeit. Es ist meine Art, Klang zu erzählen und Klang zu verwirklichen. Jegliches Komponieren ist für mich als Klosterfrau immer auch Klangtheologie - vor allem dann, wenn es sich um die Vertonung von Psalmen oder anderen geistlichen Texten handelt.
Ich nenne meinen Stil ‚chromatische Progression‘. Der Klang ist dabei einer ständigen Entwicklung unterworfen, die Raum und Aussage auslotet. Es geschieht nicht über eine klassische Modulation, bei der ein neuer tonaler Raum nach bestimmten Regeln aufgesucht und befestigt wird. Vielmehr ist es ein Prisma ähnliches Auffächern von Klangspektren und Klangzentren - mitunter flüchtig, dann wieder darin heimisch werdend.
Auffallend ist bei meinen Entwürfen, dass man vergeblich die klassischen Vorzeichnungen sucht. Nicht dass ich zu faul wäre, die entsprechenden b oder # an den richtigen Ort zu setzen! Nein, aber mein Schreiben geschieht nicht in einer eigentlichen Tonart, sondern die Vorzeichnung ist für mich Farbe und Emotion. Daher schreibe ich in den Entwürfen nur eine Zahl und dazu die entsprechende Chromatik (4 #, 2 b) und wenn es gar nichts hat: Ø. In der Reinschrift halte ich mich ans Übliche, dass die Interpreten nicht in Schwierigkeiten (oder ins Schwitzen) geraten….
Mitunter gibt es Werke, die innerhalb des Stückes ‚den Farbraum‘ wechseln. So kann es geschehen, dass die Vorzeichnung des Anfanges sich im Stück immer neu transformiert, eine Weile darin verharrt, um sich weiter zu entwickeln. Es kann eine Art Farb-Klang-Kreis geben, der am Ende wieder die Anfangsfarbe hat oder ähnlich sein wie ein ‚Stafettenlauf‘, bei dem der Schlussakkord eines Satzes die Tür zum nächsten Satz öffnet - oder es hellt sich die Farbe durch Reduktion auf oder verdunkelt sich durch Zufügung, wie sie bald in der der dritten Kantate erfahren werden.
Ergänzen muss ich allerdings, dass dies ebenfalls persönlich erspürte Farben und Emotionen sind und sich nicht an die Ausdruckspallette der Musik-Kinesiologie (Sonnenschmidt/Knauss) halten.
Was immer auch an Musik in meinen Werken geschieht, immer geht es um Klang und Klanggestaltung, die durch Interpretation je neu erspürt erzählt werden will. Sr. Maria-Amadea

4x Freude schenken

18.02.2019
Wie wär’s?
Sie haben einen runden Geburtstag, ein Ehe- oder Dienstjubiläum oder sonst einen besonderen Grund zu feiern? - …und eigentlich schon alles, was man sich wünschen könnte…
Wie wär’s stattdessen mit einer Spende für unser Crowdfunding? - Das ist zugleich ein nachhaltiges Geschenk, das sich in mindestens vierfacher Weise in Freude potenziert!
- Freude bei Ihnen, da es Ihre Initiative ist
- Freude bei uns, die wir unserm Sammelziel näher kommen
- Freude beim Publikum, das das Konzert geniessen wird
- Freude bei all jenen, die später die CD einlegen und anhören
…und zuguterletzt kommt mit einem allfälligen Goodie Freude zurück - die sich gar zur Freude weiterschenken lässt…
Wie wär’s? -
Jeder Franken ein vielfacher Freudenbringer!
Herzlichen Dank Ihnen allen für die vergangene und die kommende Grosszügigkeit!
(…und falls Sie einen guten Draht zum Chef*In oder ein Firmenjubiläum haben: vielleicht lässt sich gar ein VIP-Paket aufgleisen…)

2. Kantate - Mittag

15.02.2019
Die zweite Kantate dreht sich um das Thema ‚Mittag‘ - als Mitte des Tages ist dies stets ein Synonym für ‚Höhepunkt‘, ‚Gipfelpunkt‘ oder ‚Kulminationspunkt‘. So müssen die einzelnen Mittagsstationen Gottes wohl gelesen werden: Gott geht im Mittagswind und ruft die Verlorenen - selbst wenn unser Elend den Mittag, die ‚Höhe des Tages‘ und darin des Lebens erreicht hat, geht Gott uns entgegen - ebenso liest sich daraus das Gehen Gottes ‚gegen den Tageswind‘, als er im Garten Eden Adam und Eva sucht. Gott kehrt im Mittag bei Abraham ein - genauso bei uns und in unsrer Geschichte. Selbst die Menschwerdung, die wir liturgisch in der Nacht feiern, wird hier in den Mittag verortet. Darin klingt vielleicht das Zitat aus dem Paulusbrief an die Gemeinden in Galatien an ‚Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn. ‘ Mittag ist Erfüllung und für die Christen gipfelt diese Erfüllung in der Hingabe Jesu zur Mittagsstunde, Thema in der dritten Anrufung. - Auf die einzelnen Anrufungen wird stets mit ‚Kyrie eleison‘ geantwortet - im Gottesdienst durch die Gemeinde möglich - es ist jener Ruf um Erbarmen zu Beginn einer Messe, der uns bewusst machen will: ‚die Rechnung ist bezahlt, die Schuld beglichen‘ - wir dürfen 'abladen' und feiern, Gott selbst lädt zum Fest.
Musikalisch ist die Kantate eher zurückhaltend gestaltet. Das Englischhorn spielt zu Beginn das ‚Kyrie eleison‘ in der Umkehrung - ein Bekenntnis, dass Gott alles umkehrt und nicht rechnet, wie der Mensch oder menschliche Gerechtigkeit rechnet. Zugleich ist es ein schreitendes Motiv, wie es in der ersten Gedichtzeile zum Ausdruck kommt. Es will das Entgegenkommen Gottes, sein Unterwegs-sein mit uns klanglich symbolisieren. Die Streicher spielen eher einen begleitenden Satz, wie man in ihn aus Liedern kennt. Wobei darin rhetorische Einwürfe verwoben werden, etwa das Thema des ‚Kyrie‘ oder das obgenannte Gehen. Sr. Maria-Amadea

Lauschpausen

13.02.2019
Eine Besonderheit in meinen Kompositionen sind die 'Lauschpausen'. Zum ersten Mal erscheinen sie in der Missa poetica (in der 1. und 2. Kantate). Irgendwie waren mir die sonst üblichen Generalpausen 'zu technisch'. Ich wollte mehr aussagen, als den 'Stillstand der Musik' - Die Pause sollte ein 'Erlebnisort', ein 'Geschehen' sein. Für einen Augenblick hält die Musik den Atem an zum Nachklingen, Nachlauschen - ein Augenblick von Entfaltung und Erfüllung - um danach den Faden wieder aufzunehmen und weiter am Klangteppich zu weben.
Ich machte also die Pause unsichtbar und exportierte ein Ohr aus dem Word, um es hier neu zu verankern. Seither taucht diese Pausenform immer dann auf, wenn ich diesen 'Mehrwert' in der Stille wecken will. - 'Lauschpausen' tun übrigens nicht nur in der Musik gut! Sr. Maria-Amadea

Wieviel darf Musik kosten?

10.02.2019
Der eine oder die andere mag sich verwundert die Augen gerieben haben, wieviel Geld wir für zwei Konzerte sammeln. Was, SO viel?! Ist das für zwei Konzerte nicht doch etwas übertrieben...?!
Was einem im Konzert so leicht und bunt entgegenklingt, hat eine lange und intensive Entstehungszeit hinter sich: bis die schwarzen Notenköpfe zum Leben erweckt sind braucht es viel Engagement von allen Beteiligten und stundenlanges Üben: der neue, vielleicht auch ungewohnte Notentext will einstudiert sein, die Töne und Rhythmen sollen stimmen und 'sitzen'. Dann kann das eigentliche Gestalten beginnen: ein Einfühlen in die musikalische Aussage, ein Experimentieren mit den Klangfarben und -nuancen.
Ein Musiker allein ist aber noch kein Ensemble. Erst beim Zusammenspiel entsteht ein eigentliches Klanggemälde. Man muss aufeinander hören und eingehen.
Der früh verstorbene Domkapellmeister von St. Gallen, Hans Eberhard sagte einmal: "Ein Lehrling, der eine Stunde Rasen mäht, verdient mehr, als ein Orchestermusiker mit Konzertdiplom." - So gesehen ist es dann doch wieder nicht 'viel'....
Von der Idee der Komponistin bis zum Klang im Raum ist es also eine 'halbe Weltreise' und sicher auch ein kleines Abenteuer. Das kostet - und darf es auch! So sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie mit Ihrem Zustupf zum Gelingen dieser Reise beitragen. Und dann dabei sind - wenn diese Reise klingend im Raum und in Ihren Ohren und Herzen weitergeht. Vielen Dank!

1. Kantate - Lied der Armut

07.02.2019
Die Kantate, die den Zyklus der Missa poetica eröffnet, trägt den Titel ‚Lied der Armut‘. Wenn wir den Text vordergründig lesen, beschreibt er in der ersten Zeilen nichts weiter als die Entwicklung eines Regengusses: Zunächst einzelne Tropfen, die fallen, dann ein Rinnen in ‚Schnüren‘. Doch spätestens hier stolpert man über den Fortgang des Textes, wenn die Lyrikerin Silja Walter davon spricht, wie einen dieser Regen verführen will, zu weinen und zu knien - um dann in eine Frage zu münden: was der Regen, wenn er auch in Strömen gösse, ihr denn nehmen könne. Schlicht die Antwort: er glättet nur das Haar. - Doch der Regen schwillt weiter an, lässt die ‚Traufen überlaufen‘ - auch da bleibt die Dichterin im Herzen still und klar - unbeirrt weiss sie, dass der Mond wieder auferstehen wird - hinter allem weiss sie ‚einen, der mich liebt‘.
Der vordergründige Regenguss wird hier zum Bild für die Turbulenzen, in die unser Leben gleiten mag, die uns nur allzu oft in Aktionismus und Hektik treiben wollen, verführen zu Trost- und Mutlosigkeit…
Musikalisch zentral, um die Aussage-Schichten klingend zu verbinden, ist das Englischhorn als Soloinstrument der Missa poetica. Sein Motiv ist hier ein gleichmässiges Fallen, das stets aufgehoben wird, das nie den Boden verliert und immer wieder nach oben gezogen wird - selbst dann, wenn die Traufen im Klang der Streicher überlaufen, ist da im letzten ein Gehalten-sein, ein tragender Grund über (!) allem.
Als Eröffnung eines Gottesdienstes will diese Kantate zu Hoffnung ermutigen und zu einem Ankommen und Hiersein mit aller Not und allen Turbulenzen. Der Gottesdienst soll die Erfahrung ermöglichen, dass einer da ist, ‚der mich liebt‘. - Angemerkt sei: es gibt im ganzen Text keine Aussage dazu, was dafür getan werden muss - es ist die Gewissheit von ‚Geliebt-sein‘, die alles durchtönt und einen im Leid trösten und aufrichten will, - nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im Konzert und letztendlich im Alltag. - Das ‚Lied der Armut‘, der Erfahrung eigenen Ungenügens und Unvermögens, dem Ausgeliefert-sein an die Unbilden des Lebens wird hier transformiert zu einer Erfahrung von Reichtum: im bedingungslosen Geliebt-sein, für das ich nichts leisten - mich nur öffnen muss. Sr. Maria-Amadea

Missa poetica

06.02.2019
Das eine Werk, das am Wochenende 18./19. Mai uraufgeführt wird, ist die 'Missa poetica'. Gesetzt ist sie für ein Streichensemble /divisi, ein Englischhorn und einen dreistimmig gemischten Chor.
Es ist keine 'Missa/Messe' im klassischen (katholischen) Sinn. Das Werk vereinigt vielmehr 7 Geistliche Kantaten auf Texte der Dichterin Sr. Hedwig (Silja) Walter aus dem Kloster Fahr (1919-2011).
In dieser Form ist die Missa poetica offen für integrale und konzertante Aufführungen. Offen für die Katholische Messe, wie für den Evangelischen Gottesdienst (mit oder ohne Abendmahl), offen aber auch für Wortfeiern und andere liturgisch-konzertante Formen. - Selbst die Bindung an einen Raum fällt weg, da es keine Orgel zur Aufführung braucht.
Die im Inhaltsverzeichnis angegebene Reihenfolge der Titel ist dabei nur ein Vorschlag. Man kann die einzelnen Kantaten wie 'Bausteine' verwenden und so ein stimmig-ganzheitliches Feiern ermöglichen.
In den kommenden Newslettern werde ich Sie ein wenig einführen in Text und Klang der einzelnen Werke. Sr. Maria-Amadea

die zweite Sammel-Woche

04.02.2019
brachte uns den zweiten Tausender in die Sammelbüchse. Herzlichen Dank allen Spender*Innen für Ihre Grosszügigkeit. Ein Viertel ist beisammen - noch keine Gelegenheit, sich zurück zulehnen :-) - Für Ihre Mithilfe durch Weitersagen und -mailen danken wir Ihnen herzlich!
Auch die Vorbereitungen zum Konzert sind weiter fortgeschritten: die Noten liegen bereit, die Audio-Files zum persönlichen Üben ebenso, das Vertraut-werden mit dem Notentext und dem in ihm verborgenen Klang kann beginnen. - Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Heute

31.01.2019
vor acht Jahren starb Silja Walter, die als Sr. Hedwig im Kloster Fahr als Benediktinerin lebte. Die bekannte Dichterin und Lyrikerin wurde am 23. April vor 100 Jahren geboren und hinterlässt ein grosses Oeuvre an tiefsinnigen Gedichten, Sinnspielen, Texten…

Die Missa poetica, die von concertoVocale.ch im Mai uraufgeführt wird, schöpft aus dem reichen Textschatz, dieser einzigartigen Wortkünstlerin. In den 7 Geistlichen Kantaten setze ich die lyrische Poesie in lyrisch-poetische Tonsprache um. Ein Streichensemble und ein Englischhorn als Solo bilden den Klangkörper, der mit dem Chor verschmilzt.

Silja Walter schürfte tief in ihren Texten und macht auch uns Leser*Innen und Hörer*Innen gleichsam zu Goldgräber*Innen. - Denn neben dem vordergründigen Wortverständnis gibt es da immer auch die tiefere Schicht des bildhaften, geheimnisvollen Dahinter. Die Musik will diese Schichten ausloten und gleichsam in sie hinein leuchten - das Dazwischen in Klang heben.

Gerne werde ich in den kommenden Newslettern Ihnen die Texte und musikalische Umsetzung der Kantaten etwas näher bringen - und hoffe, Sie damit gluschtig zu machen auf eine Begegnung mit dieser klingenden Wort-Ton-Verschränkung - nicht nur auf dem Papier, sondern (und vor allem) in den kommenden Konzerten. Sr. Maria-Amadea

Pablo Picasso...

29.01.2019
…soll gesagt haben: ‚Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden‘. - Es ist wohl ein wechselseitiges Geschehen: ein Warten, dass sich Inspiration erfüllt - und ein Beginnen, als wäre sie schon da. - Man wird ihrer in diesem Sinne auch nicht habhaft. Für mich ist sie wie ein köstlicher Duft, dem ich folge - nicht immer ahnend, wohin sie mich verlockt - manchmal staunend, welche Wege sie mich führt - und welche Landschaften sie mir zeigt und offenbart. - Sie ist unabkömmlich, denn Inspiration ist die Seele jedes künstlerischen Schaffens, Seins und Tuns - nicht umsonst steht in der Wortmitte der Begriff ‚Spiritus‘. Eine Kunst ohne Inspiration entbehrt der Lebendigkeit und so des Ausdruckes. - Und wenn die Inspiration der Komponistin auf die Inspiration der Musiker*Innen und des Klang gestaltenden Dirigenten trifft und es zur ‚Kernschmelze‘ der Inspirationen kommt, kann Grosses und Tiefes geboren werden - dann mag der Vorhang der Zeit reissen und ein Augenblick der Ewigkeit ins Jetzt hinein huschen und es durchglühen. - Ich freue mich darauf, wenn es im Mai soweit ist! …und teile diese grossen Momente gerne mit Ihnen Sr. Maria-Amadea

übers...

28.01.2019
Wochenende ist unser Spendenbarometer weiter gestiegen - und wir haben den ersten Tausender 'geknackt'. Herzlichen Dank Ihnen allen, die uns in der ersten Spendenwoche so grosszügig unterstützt haben. - Jeder gespendete Franken zeigt Ihr Wohlwollen und Ihre Wertschätzung gegenüber unseres künstlerischen Schaffens. Diese Wertschätzung beflügelt und bestärkt uns zugleich! ...wir bleiben dran - ...und Sie hoffentlich auch... Danke.

1. Tranche

25.01.2019
Herzlichen Dank! Die erste Tranche ist geschafft: wir können den Budgetposten 'Korrepetition' schon einmal abhaken :-)! - Die nächste Hürde wird etwas höher ausfallen: die Gagen für die Instrumentalisten!
Wie wäre es, wenn Sie sich mit Kollegen*Innen, Freunden*Innen, Nachbarn, im Büro, ... zusammentun und eine Patenschaft für einen Instrumrentalisten übernehmen würden? Gerne geben wir Ihnen Auskunft, wieviel wir für einen Musiker benötigen, wenn Sie eine solche Patenschaft ins Auge fassen möchten.
Nochmaligen Dank und einen schönen Tag allseits!

zeitgenössische Musik

24.01.2019
Als Interpret*in oder auch Komponist*in stellt man immer wieder fest: ‚Man mag sie oder man mag sie nicht - die zeitgenössische Musik‘. - Doch was hat es auf sich mit zeitgenössischer Musik? - Letztendlich sind wir alle ‚Zeit-genossen‘ - Genossen dieser Zeit, in der wir leben.
Allzu oft (und mitunter vorschnell) wird die Gleichung kreiert: zeitgenössisch = dissonant, schräg, kann man nicht hören. - Als Interpretin und Komponistin zeitgenössischer Musik assimiliere ich natürlich unsere Zeit im Interpretieren und Komponieren - doch ist die Zeit, die mich umgibt und in der ich selber stehe und agiere, nicht nur eine Zeit der Misstöne und Dissonanzen. Auch unsere Zeit und meine Welt hat wunderbare Klänge und schöne Harmonien, die den Weg durch mein Herz und mein Gefühl finden und auf dem Papier zu Musik werden wollen - und je nach Interpreten und Dirigenten erstrahlen diese Töne in anderer Farbe und Lebendigkeit. Und ist es nicht in jedem Leben so: Auch da gibt es Misstöne und schrille Klänge, die man lieber nicht hören möchte, Dissonanzen, die sich einfach nicht auflösen wollen - aber immer wieder durchbrochen von ‚himmlischer Musik‘, die man nie enden lassen möchte… Wenn wir zeitgenössische Musik auf dem Hintergrund unseres eigenen ‚zeit-genössischen‘ Lebens und Er-lebens hören, kann die Musik plötzlich ein Sinnbild für einem selber werden - man findet sich wieder in dem, was man hört - und kann vielleicht zu glauben und zu hoffen beginnen, dass letztendlich alles, in eigener Weise Musik ist. In dieser Sichtweise wird ‚zeitgenössische‘ Musik zu einem Schlüssel hin zu hoffnungsfrohen Horizonten. Versuchen Sie einmal, zeitgenössische Musik ‚biografisch‘ zu hören - es werden sich Ihnen ganz spannende Einsichten auftun. Sr. Maria-Amadea

Start gelungen

22.01.2019
Wir sind gestartet - und haben bereits die ersten Spenden erhalten! Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung! ..und bitte weiterhelfen, dass das Projekt Fahrt aufnimmt.
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INITIATOR

Sabine Schaub
Uster (CH)
JURISTIN, PRÄSIDEN...

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