Maria-Amadea ...

... & Johann Sebastian

Ostern

18.04.2019
Wir wünschen allen besinnliche Kartage und ein gesegnetes Osterfest!

% SALE %

15.04.2019
Im Crowdendspurt reduzieren wir für Sie die Kirchturmführung in Cham! - Neu können Sie dieses Goodie bereits für 40.- Fr. buchen. - 10 Plätze sind frei. - "Es hett, solangs hett".

Auf vier Beinen

11.04.2019
In drei Wochen werden wir uns von dieser Plattform verabschieden - und damit geht für uns eine intensive Zeit mit wertvollen Erfahrungen zu Ende.
Die Finanzierung unseres Konzertprojektes stand gleichsam auf vier Beinen: die öffentliche Hand und Stiftungen sprachen Beiträge, dann kam und kommt übers Crowdfunding auch Unterstützung aus der Wirtschaft und von privaten Personen.
Es ist schön, wie die einzelnen Rädchen ineinander greifen - und jeder Obolus Teil eines grossen Projektes wird. Dass es auch (kleineren) Betrieben aus der Wirtschaft ein Anliegen ist, ein Konzertprojekt finanziell zu unterstützen, ist eine schöne Erfahrung. - Zudem sind übers Crowdfunding sehr viele auf uns aufmerksam geworden, die sonst nichts davon gehört hätten - und viele bekamen die Gelegenheit, mit einem Zustupf dabei zu sein.
„Schönheit wird die Welt retten.“ schrieb Fjodor Dostojewski in seinem Roman ‚Der Idiot‘.- …und wenn doch nicht ‚retten‘, so doch zumindest ‚verschönern‘ - und der Musik ist es bestimmt vergönnt, einen Augenblick Schönheit zu ermöglichen. - Es würde uns freuen, wenn Sie alle am Wochenende 18./19. Mai mit dabei wären, um mit uns dieses Konzert zu erleben.

Leseprobe

08.04.2019
Ein Projektchor ist etwas Besonderes: Zum winzigen concerto-Kern gesellen sich an der ersten Probe jeweils SängerInnen, die meist nur einzelne andere TeilnehmerInnen von gemeinsamen Projekten her kennen. Andere wiederum sind zum ersten Mal dabei, fühlen sich fremd und wissen noch nicht so recht, was auf sie zukommt. Umso erstaunlicher ist es, dass meist bereits am Ende der ersten Probe ein guter Chorklang entsteht.
Am letzten Freitag fand die Leseprobe für „Maria-Amadea & Johann Sebastian“ statt. Nachdem auch die Letzten den etwas versteckt gelegenen Proberaum gefunden hatten, wärmte Davide alle Körper und Kehlen auf. Zuerst probten wir die Bach-Motette, die einige schon gesungen hatten und tasteten uns dann in unbekanntere Klangwelten vor. Zum ersten Mal ertönten Sr. Maria-Amadeas Werke in einer realen Fassung, nicht in der elektronischen der Übungsfiles. Eine wirkliche „Uraufführung“! Noch war nicht alles klar, aber ein Vorteil zeitgenössischer Musik ist, dass man mit der Komponistin Rücksprache nehmen kann.
Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber wir wissen jetzt mehr über die Stücke, und die grosse Einsatzbereitschaft aller Beteiligten wird uns an der nächsten Probe am 4. Mai ein grosses Stück weiter bringen. Dann müssen alle Töne sitzen, damit wir an der Interpretation feilen können. Susanne Roniger

Jesu meine Freude (BWV 227) - Teil 2

01.04.2019
Die 11 Sätze der Motette sind deutlich symmetrisch angeordnet. Textliche und vor allem musikalische Entsprechungen sind mit Händen und Ohren zu begreifen. Die vierstimmigen Choräle Nr. 1 und 11 sind identisch. Die Bibeltext-Vertonungen Nr. 2 und 10 sind weitgehend identisch. Die Gruppen Nr. 3/4/5 und 7/8/9 sind parallel konstruiert aus engagierten Choralbearbeitungen, die je ein meditatives Terzett rahmen. Symmetrie markiert eine Mitte; so ist es in der barocken Architektur, aber auch in der Musik. Die musikalische Figur der corona ist streng axialsymmetrisch. Bei Bach ist corona allerdings nicht Attribut eines gekrönten Hauptes, sondern das Geschenk des ewigen Lebens. Vgl. «Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben».
Der durch die Corona-Struktur als zentraler Satz herausgehobene Satz 6 stellt eine kunstvoll gefertigte Fuge über das Pauluswort «ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich» dar.
Ob im Neujahrsgottesdienst oder in einer Begräbnisfeier: der Choral voll Jesusliebe und Zuversicht wird durchsichtig auf die Pneuma-Erfahrung des Apostels: «… dass der Geist der Auferstehung in euch wohnet». Wolfgang Rothfahl

Wir sammeln weiter!

28.03.2019
Dank einer sagenhaften Einzelspende von 3050.- Fr. wurden wir über die Ziellinie hinaus katapultiert!
TROTZDEM bleiben wir 'auf Sendung'.
Wie Sie dem Projektbeschrieb entnehmen konnten, macht das Crowdfunding nur einen Teil der benötigten Aufwendungen aus.
Jeder Franken, den wir über unser angestrebtes Ziel hinaus sammeln, entlastet somit unser Budget weiter und gibt uns Sicherheit. Jeder Franken wird Musik.
Allen, die uns bis anhin unterstützt und dieses gute Resultat ermöglicht haben sagen wir:
von Herzen "Danke"!

Jesu meine Freude (BWV 227) - 1. Teil

27.03.2019
Musikalischer Höhepunkt im lutherischen Gottesdienst des Spätbarock war die Kantate für Orchester, Chor, Gesangs- und Instrumentalsolisten. Wenn Kantoren jener Zeit Motetten komponierten, knüpften sie einerseits an altüberlieferte Formen an. Andererseits handelte es sich «nur» um Gelegenheits- und Auftragswerke. So auch bei Bachs Motetten.
Motetten sind mehrteilig; sie geben jedem Textabschnitt ein eigenes musikalisches Gewand. «Jesu, meine Freude» ist weit mehr. Mit ihren 11 Sätzen sprengt diese Komposition jede Gattungskonvention. Zudem entsteht der innere Reichtum dieser Motette nicht einfach aus einem langen und facettenreichen Text, sondern aus der Kombination zweier ganz unterschiedlicher Texte: dem Choral von Johann Franck und ausgewählten Versen aus dem Römerbrief von Paulus Kapitel 8.
Der Choral (so nach Ausweis des Bachschen Orgelbüchleins) wurde damals als Neujahrschoral empfunden. Das Paulus-Kapitel enthält Spitzenaussagen zum Gegensatz von Fleisch und Geist bzw. Tod und Leben. War dies der Grund, dass altüberlieferte Vermutungen besagen, Bach habe diese Motette in seinem ersten Leipziger Dienstjahr 1723 für einen Begräbnisgottesdienst oder eine Neujahrsfeier komponiert. Bewiesen ist das nicht, widerlegt auch nicht. Wolfgang Rothfahl
(Fortsetzung folgt)

Zielgerade mit einem Extra

25.03.2019
Wir haben die 7'000.-Fr.-Marke 'geknackt' - und befinden uns somit auf der Zielgeraden!
Für jene Person, die uns über die Ziellinie von 8000.- Fr. führen wird, wartet ein besonderes Extra:
Aeschbach Chocolatier sponsert zwei Gratiseintritte in ihre einmalige ChocoWelt:
www.aeschbach-chocolatier.ch

Psalm 145 - Gottes ewige Güte

22.03.2019
Der Psalm will nichts weiter als die ewige Güte Gottes besingen, wie es der Titel ins Wort hebt und der gesamte Gebetstext ebenso. Die Freude und das Staunen über diese Liebe und Güte drängen dazu, Klang zu werden.
Mit dem vierstimmig-gemischten Chor singt eine Solistin (MezzoSopran), die zumeist begleitet wird von einer Viola.
Die klanglichen und emotionalen Farben innerhalb des Stückes transformieren sich immer wieder und fächern damit Gottes Liebe und Güte wie durch ein Prisma auf. So soll sie in ihrer ganzen Buntheit, Tiefe und Schönheit aufstrahlen. Sr. Maria-Amadea

Magnificat

20.03.2019
Ein weiteres Werk, das an diesem Wochenende seine ‚Klanggeburt‘ erfährt, ist das Magnificat. Es vertont allerdings ‚nur‘ die beiden ersten (lateinischen) Sätze des bekannten Gebetes aus dem Lukas-Evangelium:
Magnificat anima mea Dominum. Et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo.
(Meine Seele preist die Grösse des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.)
Gesetzt ist diese Motette für einen vierstimmig-gemischten Doppelchor a capella und ist in freitonaler Manier komponiert. Sie verpflichtet sich einzig dem Klang und dem Jubel. Die Melismen sind dem gregorianischen Jubilus nachempfunden. So verschmilzt quasi alt mit neu, etwas Ursprüngliches bekommt gleichsam ein ‚modernes‘ Kleid.
Die Einsätze des Stückes zu Beginn kommen ‚gestaffelt‘ wie bei einem Kanon. Der Jubel schwillt gleich einem Wasserfall an. Der Schluss ähnelt einem auslaufenden Kanon. - Der Jubel versickert durch die Zeit in der Ewigkeit. - Was bleibt ist Stille… als Brücke zwischen beidem. Sr. Maria-Amadea

80 %

18.03.2019
In der vergangenen Sammelwoche hat unser Barometer einen Sprung nach oben gemacht: Nun sind 80 % des Spenden-Zieles erreicht. Wir bedanken uns (wieder und wieder) bei allen Unterstützern für den tollen Support unseres Projektes.

Eine kleine Anekdote

15.03.2019
Es gab im Kompositionsunterricht immer auch Momente zum Lachen und Schmunzeln. Ein solches Müsterchen möchte ich mit Ihnen teilen:
Eine der Hausaufgaben bestand darin, ein vierstimmiges Kammermusikstück in Reihentechnik zu schreiben. Ich machte mich zu Hause ans Werk und entwickelte eine Reihe, die mir melodisch gefiel. Um verschiedene Reihen daraus ableiten zu können, kam ich auf die Idee von Mittelachsenspiegelungen in unterschiedlicher Weise. Am Schluss war das nötige Reihensortiment komplett und ich konnte den gängigen Regeln entsprechend ans Komponieren gehen.
Jede instrumentale Linie führte ich also einzeln aus. Immer so, dass mich die Melodie schön dünkte. Die Vorstellung vom Zusammenklang fiel mir jedoch noch schwer… So hielt ich mich an die Regeln, setzte Linie für Linie und schrieb es dann ins Reine.
Als das Werk gediehen war, hörte ich es mir am Computer an - und erschrak! Musste das SO tönen?! Ich war entsetzt! Ich schickte die Komposition Stephan Simeon wie gewohnt vor der folgenden Stunde zur Ansicht zu - mit der bangen Frage: ‚MUSS das SO tönen?!‘ - Postwendend kam seine kurze Antwort: ‚Nein, nein - aber wir reden noch darüber.‘
In der nächsten Stunde meinte er dann zu meinem Werk ganz verschmitzt : ‚Heinz Holliger hätte Freude daran!‘ - Dann fügte er bescheiden hinzu: ‚Weisst Du, wenn man eine Reihe so konsequent durchführt, wie Du es gemacht hast, dann tönt es so. Ich könnte nie so konsequent sein wie Du.‘
In dieser Aussage wurde mir bewusst, dass ein ‚reifes Komponieren‘ immer auch ‚freies‘ Komponieren ist, dass innere Freiheit gegenüber den eigenen Ideen und Motiven mitgeht. - Das ist es auch, was ich bei Johann Sebastian Bach so sehr bewundere, wenn ich (z.B.) die grossen Orgelfugen analysiere und spiele: diese innere Freiheit im Umgang mit dem Tonmaterial, und hier insbesondere mit den Themen. Genauso entsteht das Vollendete, das man Bachs Werken nachsagt. Selbst schlichte Stellen sind nie lapidar. Er wagt extreme Klänge und Tonarten. Er lotet mitunter das musikalisch Zumutbare aus und überschreitet es durchaus.
Bachs Musik ist für mich nicht immer einfach ‚bequeme‘ Musik. Sie kann sehr fordernd sein. Mein Spielen von Bachs Werken brauchte Zeit, um Zugang zu finden. Es löste aber ein Faszinosum aus, je tiefer ich mich hinein finden durfte. Bachs Musik ist immer wieder ein Abenteuer, aber eines das mich erfüllt. Sr. Maria-Amadea
…übrigens ist die Reihentechnik nicht zu meinem Stil geworden… :-)

7. Kantate - Tanzlied am Ende

13.03.2019
Waren die beiden vorauf gehenden Kantaten noch eher ‚in sich gekehrt‘ (mit den beiden drei-taktigen Ausnahmen, wo sie in eine grössere Bewegung hinein ‚explodierten‘), so ist diese letzte Kantate ‚temporeich‘ gesetzt. Sie beschliesst den Zyklus und öffnet die Liturgie in den Alltag hinein.
Das Motiv des Tanzes wird in einem schnellen 6/8 Takt ‚zelebriert‘, das ‚Ballspiel‘ (Text: wirf mir das All, Deinen Ball, jetzt zu) ebenso, indem sich die einzelnen Stimmlagen die Einsätze zuwerfen - gleichsam den Ball zuspielen.
Die Tonartenfarbe transformiert sich in der Mitte, wo etwas Wehmut und Sehnsucht im Gedicht aufleuchtet (Mein Herz ist allein) - der helle Grundton jedoch bleibt - denn das Schlusswort, in das alle Sehnsucht letztendlich einmündet, heisst ‚Tanzen heisst auferstehn‘.
Die chorische Aufforderung ‚Tanze mein Liebling‘ wird vom Englischhorn immer wieder motivisch aufgenommen und erklingt in das musikalische Geschehen hinein. ‚Tanzen heisst auferstehn‘ ist dann die Schlussaussage des Solo-Instrumentes. Sr. Maria-Amadea

Halbzeit

11.03.2019
Morgen ist Halbzeit: 50 Tage und ~2/3 des Sammel-Zieles erreicht. Ihnen allen, die Sie uns in dieser Zeit so grossartig und grosszügig unterstützt haben, danken wir ganz herzlich! Mit Ihrer Unterstützung schaffen wir in der restlichen Zeit auch den letzten Drittel. Wir bleiben dran - und Sie hoffentlich auch.
... Vielleicht kommen Ihnen gerade noch Personen in den Sinn, die uns unterstützen könnten? Dann machen Sie auf uns aufmerksam. Jeder Franken zählt :-) Vielen Dank!
...und vergessen Sie nicht: Freitag ist 'Special-Goodie-Tag'!

Stephan Simeon - der Klangästhet

08.03.2019
Für mich war es ein besonderes Geschenk, von Stephan Simeon in Komposition unterrichtet worden zu sein. Die Begegnungen mit ihm bereicherten mich nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Er strahlte Wärme und Güte aus und lebte diese auch im Unterrichten. Immer ging er als erstes auf das Positive ein. Kritisieren war nicht seine Sache! Und wenn ihm doch etwas nicht so gefiel, sprach er es behutsam-fragend an. Ich erinnere mich gar, dass er nach einer Stunde mit kritischen Tönen mir postwendend eine Karte schrieb, um sich zu entschuldigen. Und er bat, dass ich doch noch andere Meinungen einholen solle, weil es auch ganz anders bewertet werden könne! - Er war ‚ein Grosser‘ in einer unglaublichen Bescheidenheit.
Viele seiner 'Lehrsätze' haften in meiner Seele und geben mir Orientierung, sind mir gleichsam 'kompositorische Geländer'.
Wichtig war ihm, dass ich meine eigene Tonsprache und meinen persönlichen Stil fand, jenseits von Funktion und Tonalität und trotzdem ‚klangschön‘. Darin förderte er mich. Im Vorgegebenen sollte ich das Eigene realisieren. Konsequent und doch behutsam schubste er mich über den Tellerrand der Tonalität hinaus - immer in der Freiheit, den persönlich-relevanten Stil zu finden. Er führte mich in atonales Harmonisieren ein, in 12-Ton- und Reihentechnik, aber auch in strengen Satz.
Für ihn war Komponieren Berufung und Erfüllung. Musik soll aus dem Innersten kommen und dafür muss man ihr Raum geben. Er machte Mut zu ‚Trockenzeiten‘, die es braucht, dass Musik reifen kann. Er warnte vor ‚Vielschreiberei‘, die bloss Töne aneinander reiht und der es an Aussage und Tiefe fehlte. Er selbst ging verantwortungsvoll mit seiner Gabe um. Und ich denke, dass er gerade deswegen auch Bleibendes schuf - obwohl noch manches erst entdeckt werden muss!
Die vielen Menschen und Weggefährten, die am 9. Januar 2018 an die Verabschiedungsfeier nach Schongau fuhren, bezeugten so ihre Wertschätzung und Dankbarkeit für einen Menschen, der Spuren in der Musik und in den Herzen hinterliess. Sr. Maria-Amadea

5. + 6. Kantate

06.03.2019
Diese beiden Kantaten tragen keinen eigenen Titel. Es sind Reflexionen der Dichterin auf Texte aus den Evangelien, die in der katholischen Kirche im Lesejahr A am 2. bzw. 3. Sonntag des Jahreskreises verkündet werden. - Eine eigene Form von Reflexion, die das Gehörte nicht einfach in eigene (und doch selbige) Worte verpackt, sondern transformiert und weiter denkt und so in eine neue Dimension schickt - umfassend vom Damals ins Jetzt unserer Zeit.
Das Englischhorn will in einer lyrischen Melodie die Sehnsucht aufnehmen, die im Text aufscheint. Eine Sehnsucht nach 'Jesus Christus', dessen Name refrainartig wiederkehrt. Aus diesem Motiv der Sehnsucht her wurden die beiden Kantaten von mir beim liturgischen Einsatz als Gesänge zur Kommunion/Abendmahl vorgesehen. Sie können einzeln oder zusammen musiziert werden - je nach der Zeit, die zur Verfügung steht.
Die Streicher haben nur vereinzelt wörtliche Umsetzungen des Textes als rhetorische Einwürfe oder Begleitungen. Am offensichtlichsten dort, wo die Sünde und Not zur Sprache kommt und die Dissonanz mitunter schneidend und unaufgelöst stehen bleibt. Sr. Maria-Amadea

Special-Goodie zum Vormerken

04.03.2019
Wer sich etwas Besonderes gönnen will, kann sich folgendes Special-Goodie vormerken:
Nur am 15. März für 3 Personen erhältlich!
Wer an diesem Tag 150.- Fr. in den Spendentopf legt, wird von Sr. Maria-Amadea nach Solothurn zum Zmittag eingeladen und bekocht. - Nähere Angaben finden Sie unter 'Goodies'.
Unser Spendenbarometer klettert inzwischen Richtung 5000.- Franken, wir haben also die 'Mittellinie' geschafft - und zählen weiter dankend auf Sie!

4. Kantate - Die erloschenen Sterne

28.02.2019
Die Bewegung in den hohen Streichern nimmt durch Triolen artikulatorisch die Wellen des Flusses auf, auf dem der leere Kahn dahin treibt, der sich in der ersten Gedichtzeile im Kreise dreht. Ein Text voll gegensätzlicher Aussagen, voll Fragen und Zweifeln. Die Sterne sind leer, man selbst vielleicht vergangen? Erst in der tiefen Nacht wird klar, dass Blindheit 'nötig' ist, um Gott in seinem Kommen zu sehen. Aufgrund dieses Schlusssatzes findet diese Kantate in einem allfälligen Gottesdienst ihren Platz bei der Bereitung der Gaben. Die gewöhnlichen Augen reichen nicht, für ein sehendes Herz, das das Dahinter und Dazwischen aufspürt.... Trotz der Gemütschwere in der Aussage hat der Satz etwas Leichtes, Unbeschwertes. Weil in allem letztendlich Hoffnung pocht. Der chorische Schluss ist unvermittelt und offen. Er schafft Raum für dieses Kommen, das hier und jetzt geschehen will. Sr. Maria-Amadea

Geschehen

26.02.2019
Komponieren hat für mich immer mehr als nur die eine Ebene des bewussten Schreibens. Im Komponieren selber gibt es Aussagedimensionen, die hinein geschehen. In mir lebt ein Fundus von Bedeutungen für Motive und Proportionen, für Lagen und Artikulationen..., die einen 'Mehrwert' an Aussage generieren, in der sich vor allem meine 'Theologie' und mein 'Glaube' manifestieren. Es ist ein Plus meinerseits, das für die Interpretation und das Hören nicht zwingend gewusst werden muss. In seiner Natürlichkeit geschieht es einfach...
Das heisst auch, dass ich es beim Komponieren selber gar nicht bewusst steuere oder gar 'produziere'. Mitunter spüre ich in mir, wie die Musik aufs Papier drängt. Dabei mache ich mir durchaus eine Art 'Fahrplan'. Spüre hinein in die Emotion, die Farbe, den Klang, die Stimmung. Spüre, wohin die Musik will, welche Wege, welche Klangaussagen sie gehen, erleben, generieren will - doch dann, wenn es fliesst, fliesst es einfach... Im Schreibprozess kann es geschehen, dass ich inne halte und merke, ich bin ja schon dort, wo ich hin wollte - es hat sich 'automatisch' ergeben! Manches Werk entschlüsselt sich selbst mir erst in der Korrektur. Da kommt mir meine eigene Sprache entgegen. - Das ist das Faszinierende, dass in einem Tun mehr geschieht, als das äussere Tun. Sr. Maria-Amadea

Flut und Ebbe

25.02.2019
Gleich Flut und Ebbe kommen die Spenden in unsere Sammelbüchse. Allen, die unsere Kasse 'fluten', danken wir ganz herzlich. Jeder Franken zählt und bringt uns unserem Spendenziel näher! Viele Stimmen ergeben einen Chor - viele Instrumente ein Orchester - und viele Spenden 8'000 Franken. Berücksichtigen Sie uns weiterhin mit Ihrem Wohlwollen durch Einzahlung und/oder Werbung. Wir danken es Ihnen mit unserem Engagement für ein klangvolles Konzert.

3. Kantate - Weihnacht

22.02.2019
Obwohl der Titel ‚Weihnacht‘ an das entsprechende Fest denken lässt, ist diese Kantate nicht explizit dort zu verorten. Im Ablauf der Missa poetica findet sie ihren Platz zwischen den Lesungen und nimmt so die Theologie des Johannes-Prologes auf, wo es heisst, dass das Wort Fleisch geworden ist. Diese Thematik wird von Silja Walter in poetische Sprache überführt: Gottes Wort, das herab steigt, Mensch wird in unseren Niederungen, auf dass wir Antwort geben - bis die Welt glüht.
Speziell an dieser Kantate ist, wie Sie im voraufgehenden Newsletter angetönt fanden, dass sie sich von einem Klangraum zum andern hin transformiert. Haben wir zu Beginn als Vorzeichnung 4 #, reduzieren sich diese bis zum Schluss, wo es nurmehr Ø ist. Für mich ist dies klanglich ein Weg der Aufhellung und emotional der Klärung - obwohl der Text von der Stille ins Glühen läuft und an sich das umgekehrte beschriebt....
Eine weitere Besonderheit ist, dass die drei gemischten Chorstimmen zunächst nur das Refrain artige ‚O Gloria Hosanna!‘ mit Worten singen. Ansonsten wandern die Gedichtzeilen von einem Register zum andern, während die beiden verbleibenden Chorstimmen eine Vocalise singen und so eine Klangatmosphäre zum Text bilden. Damit will etwas von klingender Stille und Staunen hörbar werden. Erst die dritte Gedichtzeile wird von allen drei Stimmlagen ins Wort gehoben.
In den Streichermotiven (Vl + Va) hören wir zunächst das Hinunter-Fliessen, wo es um das Ausgehen Gottes geht. Beim Eingehen in die tiefsten Niederungen erklingt das Nach-oben-gezogen-werden des Menschen dazu. Zur dritten Aussage läuft die Bewegung parallel hinunter, da wo auch wir Antwort geben wollen - wir nehmen quasi ‚Gottes Art‘ an. Die für Weihnachten typische pastorale 3er-Motivik unterlegt die dritte Zeile, vom Glühen, Lobpreisen und Knien (und zuvor das erste und zweite Zwischenspiel). Sr. Maria-Amadea

Personalstil

19.02.2019
Mein Komponieren geschieht in einem sogenannten ‚Personalstil‘, das heisst, dass ich eine eigene Art musikalischen Schreibens gefunden habe, die sich nicht in gängige Muster von Funktions/Stufentheorie einordnen lässt, sich auch nicht einer bestimmten Epoche verpflichtet fühlt, oder sich in einer Reihentechnik oder in bestimmten Modi wiederfinden lässt. Trotz dieser Eigenart ist es nicht eine musikalische Beliebigkeit. Es ist meine Art, Klang zu erzählen und Klang zu verwirklichen. Jegliches Komponieren ist für mich als Klosterfrau immer auch Klangtheologie - vor allem dann, wenn es sich um die Vertonung von Psalmen oder anderen geistlichen Texten handelt.
Ich nenne meinen Stil ‚chromatische Progression‘. Der Klang ist dabei einer ständigen Entwicklung unterworfen, die Raum und Aussage auslotet. Es geschieht nicht über eine klassische Modulation, bei der ein neuer tonaler Raum nach bestimmten Regeln aufgesucht und befestigt wird. Vielmehr ist es ein Prisma ähnliches Auffächern von Klangspektren und Klangzentren - mitunter flüchtig, dann wieder darin heimisch werdend.
Auffallend ist bei meinen Entwürfen, dass man vergeblich die klassischen Vorzeichnungen sucht. Nicht dass ich zu faul wäre, die entsprechenden b oder # an den richtigen Ort zu setzen! Nein, aber mein Schreiben geschieht nicht in einer eigentlichen Tonart, sondern die Vorzeichnung ist für mich Farbe und Emotion. Daher schreibe ich in den Entwürfen nur eine Zahl und dazu die entsprechende Chromatik (4 #, 2 b) und wenn es gar nichts hat: Ø. In der Reinschrift halte ich mich ans Übliche, dass die Interpreten nicht in Schwierigkeiten (oder ins Schwitzen) geraten….
Mitunter gibt es Werke, die innerhalb des Stückes ‚den Farbraum‘ wechseln. So kann es geschehen, dass die Vorzeichnung des Anfanges sich im Stück immer neu transformiert, eine Weile darin verharrt, um sich weiter zu entwickeln. Es kann eine Art Farb-Klang-Kreis geben, der am Ende wieder die Anfangsfarbe hat oder ähnlich sein wie ein ‚Stafettenlauf‘, bei dem der Schlussakkord eines Satzes die Tür zum nächsten Satz öffnet - oder es hellt sich die Farbe durch Reduktion auf oder verdunkelt sich durch Zufügung, wie sie bald in der der dritten Kantate erfahren werden.
Ergänzen muss ich allerdings, dass dies ebenfalls persönlich erspürte Farben und Emotionen sind und sich nicht an die Ausdruckspallette der Musik-Kinesiologie (Sonnenschmidt/Knauss) halten.
Was immer auch an Musik in meinen Werken geschieht, immer geht es um Klang und Klanggestaltung, die durch Interpretation je neu erspürt erzählt werden will. Sr. Maria-Amadea

4x Freude schenken

18.02.2019
Wie wär’s?
Sie haben einen runden Geburtstag, ein Ehe- oder Dienstjubiläum oder sonst einen besonderen Grund zu feiern? - …und eigentlich schon alles, was man sich wünschen könnte…
Wie wär’s stattdessen mit einer Spende für unser Crowdfunding? - Das ist zugleich ein nachhaltiges Geschenk, das sich in mindestens vierfacher Weise in Freude potenziert!
- Freude bei Ihnen, da es Ihre Initiative ist
- Freude bei uns, die wir unserm Sammelziel näher kommen
- Freude beim Publikum, das das Konzert geniessen wird
- Freude bei all jenen, die später die CD einlegen und anhören
…und zuguterletzt kommt mit einem allfälligen Goodie Freude zurück - die sich gar zur Freude weiterschenken lässt…
Wie wär’s? -
Jeder Franken ein vielfacher Freudenbringer!
Herzlichen Dank Ihnen allen für die vergangene und die kommende Grosszügigkeit!
(…und falls Sie einen guten Draht zum Chef*In oder ein Firmenjubiläum haben: vielleicht lässt sich gar ein VIP-Paket aufgleisen…)

2. Kantate - Mittag

15.02.2019
Die zweite Kantate dreht sich um das Thema ‚Mittag‘ - als Mitte des Tages ist dies stets ein Synonym für ‚Höhepunkt‘, ‚Gipfelpunkt‘ oder ‚Kulminationspunkt‘. So müssen die einzelnen Mittagsstationen Gottes wohl gelesen werden: Gott geht im Mittagswind und ruft die Verlorenen - selbst wenn unser Elend den Mittag, die ‚Höhe des Tages‘ und darin des Lebens erreicht hat, geht Gott uns entgegen - ebenso liest sich daraus das Gehen Gottes ‚gegen den Tageswind‘, als er im Garten Eden Adam und Eva sucht. Gott kehrt im Mittag bei Abraham ein - genauso bei uns und in unsrer Geschichte. Selbst die Menschwerdung, die wir liturgisch in der Nacht feiern, wird hier in den Mittag verortet. Darin klingt vielleicht das Zitat aus dem Paulusbrief an die Gemeinden in Galatien an ‚Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn. ‘ Mittag ist Erfüllung und für die Christen gipfelt diese Erfüllung in der Hingabe Jesu zur Mittagsstunde, Thema in der dritten Anrufung. - Auf die einzelnen Anrufungen wird stets mit ‚Kyrie eleison‘ geantwortet - im Gottesdienst durch die Gemeinde möglich - es ist jener Ruf um Erbarmen zu Beginn einer Messe, der uns bewusst machen will: ‚die Rechnung ist bezahlt, die Schuld beglichen‘ - wir dürfen 'abladen' und feiern, Gott selbst lädt zum Fest.
Musikalisch ist die Kantate eher zurückhaltend gestaltet. Das Englischhorn spielt zu Beginn das ‚Kyrie eleison‘ in der Umkehrung - ein Bekenntnis, dass Gott alles umkehrt und nicht rechnet, wie der Mensch oder menschliche Gerechtigkeit rechnet. Zugleich ist es ein schreitendes Motiv, wie es in der ersten Gedichtzeile zum Ausdruck kommt. Es will das Entgegenkommen Gottes, sein Unterwegs-sein mit uns klanglich symbolisieren. Die Streicher spielen eher einen begleitenden Satz, wie man in ihn aus Liedern kennt. Wobei darin rhetorische Einwürfe verwoben werden, etwa das Thema des ‚Kyrie‘ oder das obgenannte Gehen. Sr. Maria-Amadea

Lauschpausen

13.02.2019
Eine Besonderheit in meinen Kompositionen sind die 'Lauschpausen'. Zum ersten Mal erscheinen sie in der Missa poetica (in der 1. und 2. Kantate). Irgendwie waren mir die sonst üblichen Generalpausen 'zu technisch'. Ich wollte mehr aussagen, als den 'Stillstand der Musik' - Die Pause sollte ein 'Erlebnisort', ein 'Geschehen' sein. Für einen Augenblick hält die Musik den Atem an zum Nachklingen, Nachlauschen - ein Augenblick von Entfaltung und Erfüllung - um danach den Faden wieder aufzunehmen und weiter am Klangteppich zu weben.
Ich machte also die Pause unsichtbar und exportierte ein Ohr aus dem Word, um es hier neu zu verankern. Seither taucht diese Pausenform immer dann auf, wenn ich diesen 'Mehrwert' in der Stille wecken will. - 'Lauschpausen' tun übrigens nicht nur in der Musik gut! Sr. Maria-Amadea

Wieviel darf Musik kosten?

10.02.2019
Der eine oder die andere mag sich verwundert die Augen gerieben haben, wieviel Geld wir für zwei Konzerte sammeln. Was, SO viel?! Ist das für zwei Konzerte nicht doch etwas übertrieben...?!
Was einem im Konzert so leicht und bunt entgegenklingt, hat eine lange und intensive Entstehungszeit hinter sich: bis die schwarzen Notenköpfe zum Leben erweckt sind braucht es viel Engagement von allen Beteiligten und stundenlanges Üben: der neue, vielleicht auch ungewohnte Notentext will einstudiert sein, die Töne und Rhythmen sollen stimmen und 'sitzen'. Dann kann das eigentliche Gestalten beginnen: ein Einfühlen in die musikalische Aussage, ein Experimentieren mit den Klangfarben und -nuancen.
Ein Musiker allein ist aber noch kein Ensemble. Erst beim Zusammenspiel entsteht ein eigentliches Klanggemälde. Man muss aufeinander hören und eingehen.
Der früh verstorbene Domkapellmeister von St. Gallen, Hans Eberhard sagte einmal: "Ein Lehrling, der eine Stunde Rasen mäht, verdient mehr, als ein Orchestermusiker mit Konzertdiplom." - So gesehen ist es dann doch wieder nicht 'viel'....
Von der Idee der Komponistin bis zum Klang im Raum ist es also eine 'halbe Weltreise' und sicher auch ein kleines Abenteuer. Das kostet - und darf es auch! So sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie mit Ihrem Zustupf zum Gelingen dieser Reise beitragen. Und dann dabei sind - wenn diese Reise klingend im Raum und in Ihren Ohren und Herzen weitergeht. Vielen Dank!

1. Kantate - Lied der Armut

07.02.2019
Die Kantate, die den Zyklus der Missa poetica eröffnet, trägt den Titel ‚Lied der Armut‘. Wenn wir den Text vordergründig lesen, beschreibt er in der ersten Zeilen nichts weiter als die Entwicklung eines Regengusses: Zunächst einzelne Tropfen, die fallen, dann ein Rinnen in ‚Schnüren‘. Doch spätestens hier stolpert man über den Fortgang des Textes, wenn die Lyrikerin Silja Walter davon spricht, wie einen dieser Regen verführen will, zu weinen und zu knien - um dann in eine Frage zu münden: was der Regen, wenn er auch in Strömen gösse, ihr denn nehmen könne. Schlicht die Antwort: er glättet nur das Haar. - Doch der Regen schwillt weiter an, lässt die ‚Traufen überlaufen‘ - auch da bleibt die Dichterin im Herzen still und klar - unbeirrt weiss sie, dass der Mond wieder auferstehen wird - hinter allem weiss sie ‚einen, der mich liebt‘.
Der vordergründige Regenguss wird hier zum Bild für die Turbulenzen, in die unser Leben gleiten mag, die uns nur allzu oft in Aktionismus und Hektik treiben wollen, verführen zu Trost- und Mutlosigkeit…
Musikalisch zentral, um die Aussage-Schichten klingend zu verbinden, ist das Englischhorn als Soloinstrument der Missa poetica. Sein Motiv ist hier ein gleichmässiges Fallen, das stets aufgehoben wird, das nie den Boden verliert und immer wieder nach oben gezogen wird - selbst dann, wenn die Traufen im Klang der Streicher überlaufen, ist da im letzten ein Gehalten-sein, ein tragender Grund über (!) allem.
Als Eröffnung eines Gottesdienstes will diese Kantate zu Hoffnung ermutigen und zu einem Ankommen und Hiersein mit aller Not und allen Turbulenzen. Der Gottesdienst soll die Erfahrung ermöglichen, dass einer da ist, ‚der mich liebt‘. - Angemerkt sei: es gibt im ganzen Text keine Aussage dazu, was dafür getan werden muss - es ist die Gewissheit von ‚Geliebt-sein‘, die alles durchtönt und einen im Leid trösten und aufrichten will, - nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im Konzert und letztendlich im Alltag. - Das ‚Lied der Armut‘, der Erfahrung eigenen Ungenügens und Unvermögens, dem Ausgeliefert-sein an die Unbilden des Lebens wird hier transformiert zu einer Erfahrung von Reichtum: im bedingungslosen Geliebt-sein, für das ich nichts leisten - mich nur öffnen muss. Sr. Maria-Amadea

Missa poetica

06.02.2019
Das eine Werk, das am Wochenende 18./19. Mai uraufgeführt wird, ist die 'Missa poetica'. Gesetzt ist sie für ein Streichensemble /divisi, ein Englischhorn und einen dreistimmig gemischten Chor.
Es ist keine 'Missa/Messe' im klassischen (katholischen) Sinn. Das Werk vereinigt vielmehr 7 Geistliche Kantaten auf Texte der Dichterin Sr. Hedwig (Silja) Walter aus dem Kloster Fahr (1919-2011).
In dieser Form ist die Missa poetica offen für integrale und konzertante Aufführungen. Offen für die Katholische Messe, wie für den Evangelischen Gottesdienst (mit oder ohne Abendmahl), offen aber auch für Wortfeiern und andere liturgisch-konzertante Formen. - Selbst die Bindung an einen Raum fällt weg, da es keine Orgel zur Aufführung braucht.
Die im Inhaltsverzeichnis angegebene Reihenfolge der Titel ist dabei nur ein Vorschlag. Man kann die einzelnen Kantaten wie 'Bausteine' verwenden und so ein stimmig-ganzheitliches Feiern ermöglichen.
In den kommenden Newslettern werde ich Sie ein wenig einführen in Text und Klang der einzelnen Werke. Sr. Maria-Amadea

die zweite Sammel-Woche

04.02.2019
brachte uns den zweiten Tausender in die Sammelbüchse. Herzlichen Dank allen Spender*Innen für Ihre Grosszügigkeit. Ein Viertel ist beisammen - noch keine Gelegenheit, sich zurück zulehnen :-) - Für Ihre Mithilfe durch Weitersagen und -mailen danken wir Ihnen herzlich!
Auch die Vorbereitungen zum Konzert sind weiter fortgeschritten: die Noten liegen bereit, die Audio-Files zum persönlichen Üben ebenso, das Vertraut-werden mit dem Notentext und dem in ihm verborgenen Klang kann beginnen. - Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Heute

31.01.2019
vor acht Jahren starb Silja Walter, die als Sr. Hedwig im Kloster Fahr als Benediktinerin lebte. Die bekannte Dichterin und Lyrikerin wurde am 23. April vor 100 Jahren geboren und hinterlässt ein grosses Oeuvre an tiefsinnigen Gedichten, Sinnspielen, Texten…

Die Missa poetica, die von concertoVocale.ch im Mai uraufgeführt wird, schöpft aus dem reichen Textschatz, dieser einzigartigen Wortkünstlerin. In den 7 Geistlichen Kantaten setze ich die lyrische Poesie in lyrisch-poetische Tonsprache um. Ein Streichensemble und ein Englischhorn als Solo bilden den Klangkörper, der mit dem Chor verschmilzt.

Silja Walter schürfte tief in ihren Texten und macht auch uns Leser*Innen und Hörer*Innen gleichsam zu Goldgräber*Innen. - Denn neben dem vordergründigen Wortverständnis gibt es da immer auch die tiefere Schicht des bildhaften, geheimnisvollen Dahinter. Die Musik will diese Schichten ausloten und gleichsam in sie hinein leuchten - das Dazwischen in Klang heben.

Gerne werde ich in den kommenden Newslettern Ihnen die Texte und musikalische Umsetzung der Kantaten etwas näher bringen - und hoffe, Sie damit gluschtig zu machen auf eine Begegnung mit dieser klingenden Wort-Ton-Verschränkung - nicht nur auf dem Papier, sondern (und vor allem) in den kommenden Konzerten. Sr. Maria-Amadea

Pablo Picasso...

29.01.2019
…soll gesagt haben: ‚Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden‘. - Es ist wohl ein wechselseitiges Geschehen: ein Warten, dass sich Inspiration erfüllt - und ein Beginnen, als wäre sie schon da. - Man wird ihrer in diesem Sinne auch nicht habhaft. Für mich ist sie wie ein köstlicher Duft, dem ich folge - nicht immer ahnend, wohin sie mich verlockt - manchmal staunend, welche Wege sie mich führt - und welche Landschaften sie mir zeigt und offenbart. - Sie ist unabkömmlich, denn Inspiration ist die Seele jedes künstlerischen Schaffens, Seins und Tuns - nicht umsonst steht in der Wortmitte der Begriff ‚Spiritus‘. Eine Kunst ohne Inspiration entbehrt der Lebendigkeit und so des Ausdruckes. - Und wenn die Inspiration der Komponistin auf die Inspiration der Musiker*Innen und des Klang gestaltenden Dirigenten trifft und es zur ‚Kernschmelze‘ der Inspirationen kommt, kann Grosses und Tiefes geboren werden - dann mag der Vorhang der Zeit reissen und ein Augenblick der Ewigkeit ins Jetzt hinein huschen und es durchglühen. - Ich freue mich darauf, wenn es im Mai soweit ist! …und teile diese grossen Momente gerne mit Ihnen Sr. Maria-Amadea

übers...

28.01.2019
Wochenende ist unser Spendenbarometer weiter gestiegen - und wir haben den ersten Tausender 'geknackt'. Herzlichen Dank Ihnen allen, die uns in der ersten Spendenwoche so grosszügig unterstützt haben. - Jeder gespendete Franken zeigt Ihr Wohlwollen und Ihre Wertschätzung gegenüber unseres künstlerischen Schaffens. Diese Wertschätzung beflügelt und bestärkt uns zugleich! ...wir bleiben dran - ...und Sie hoffentlich auch... Danke.

1. Tranche

25.01.2019
Herzlichen Dank! Die erste Tranche ist geschafft: wir können den Budgetposten 'Korrepetition' schon einmal abhaken :-)! - Die nächste Hürde wird etwas höher ausfallen: die Gagen für die Instrumentalisten!
Wie wäre es, wenn Sie sich mit Kollegen*Innen, Freunden*Innen, Nachbarn, im Büro, ... zusammentun und eine Patenschaft für einen Instrumrentalisten übernehmen würden? Gerne geben wir Ihnen Auskunft, wieviel wir für einen Musiker benötigen, wenn Sie eine solche Patenschaft ins Auge fassen möchten.
Nochmaligen Dank und einen schönen Tag allseits!

zeitgenössische Musik

24.01.2019
Als Interpret*in oder auch Komponist*in stellt man immer wieder fest: ‚Man mag sie oder man mag sie nicht - die zeitgenössische Musik‘. - Doch was hat es auf sich mit zeitgenössischer Musik? - Letztendlich sind wir alle ‚Zeit-genossen‘ - Genossen dieser Zeit, in der wir leben.
Allzu oft (und mitunter vorschnell) wird die Gleichung kreiert: zeitgenössisch = dissonant, schräg, kann man nicht hören. - Als Interpretin und Komponistin zeitgenössischer Musik assimiliere ich natürlich unsere Zeit im Interpretieren und Komponieren - doch ist die Zeit, die mich umgibt und in der ich selber stehe und agiere, nicht nur eine Zeit der Misstöne und Dissonanzen. Auch unsere Zeit und meine Welt hat wunderbare Klänge und schöne Harmonien, die den Weg durch mein Herz und mein Gefühl finden und auf dem Papier zu Musik werden wollen - und je nach Interpreten und Dirigenten erstrahlen diese Töne in anderer Farbe und Lebendigkeit. Und ist es nicht in jedem Leben so: Auch da gibt es Misstöne und schrille Klänge, die man lieber nicht hören möchte, Dissonanzen, die sich einfach nicht auflösen wollen - aber immer wieder durchbrochen von ‚himmlischer Musik‘, die man nie enden lassen möchte… Wenn wir zeitgenössische Musik auf dem Hintergrund unseres eigenen ‚zeit-genössischen‘ Lebens und Er-lebens hören, kann die Musik plötzlich ein Sinnbild für einem selber werden - man findet sich wieder in dem, was man hört - und kann vielleicht zu glauben und zu hoffen beginnen, dass letztendlich alles, in eigener Weise Musik ist. In dieser Sichtweise wird ‚zeitgenössische‘ Musik zu einem Schlüssel hin zu hoffnungsfrohen Horizonten. Versuchen Sie einmal, zeitgenössische Musik ‚biografisch‘ zu hören - es werden sich Ihnen ganz spannende Einsichten auftun. Sr. Maria-Amadea

Start gelungen

22.01.2019
Wir sind gestartet - und haben bereits die ersten Spenden erhalten! Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung! ..und bitte weiterhelfen, dass das Projekt Fahrt aufnimmt.
51
Booster
13
Tage noch
CHF
9'951 11'345
141,8% von 8'000

Goodies

Spende 40 CHF oder mehr
% SALE %

TEILE DIESES PROJEKT

INITIATOR

Sabine Schaub
Uster (CH)
JURISTIN, PRÄSIDEN...

Bleibe informiert

  Konzerte