House of Rescue

Ein Zuhause für unbegleitete Flüchtlingskinder

Das Crowdfunding ist geschafft!

27.08.2018
Liebe Spenderinnen, liebe Spender

UNGLAUBLICH, WIR HABEN ES GESCHAFFT! 💜

Dank EUCH allen haben wir über 82'000 Franken im Crowdfunding gesammelt. Das heisst, dass wir unser House of Rescue in Serbien eröffnen können. Ein Heim für Kinder, die ganz alleine auf der Flucht sind und Sicherheit brauchen. Wir sind absolut überwältigt und können es kaum glauben - es bleibt nur eines zu sagen - DANKE: www.facebook.com

Doch wir ruhen nicht aus und machen gleich weiter! Bereits heute hatten wir ein weiteres Meeting, was als nächstes alles zu tun ist, damit wir das Kinderheim eröffnen können.

Eure Vanja

Zusammen in 10 Tagen 10'000 Franken? Ja!

21.08.2018
Liebe Boosterinnen, liebe Booster

Nur noch 10 Tage verbleiben, um für die Kinder auf der Flucht zu sammeln! Nur noch 10 Tage, in denen meine Gefühle, meine Hoffnungen und Ängste nochmals Achterbahn fahren. Vor 2.5 Monaten habe ich mit meinem Team das Crowdfunding gestartet. Wir waren uns bewusst, dass wir einen Haufen Geld benötigen, um den Traum eines Kinderheims zu realisieren. Fast stündlich blicke ich seither auf den Spendenstand. Wenn er sich nicht verändert, ist es ein schwieriger Tag für mich, an denen ich manchmal Zuspruch von meinem Team und Unterstützern brauche! Dafür bin ich ihnen sehr dankbar! Wenn sich der Spendenstand aber verändert, freue ich mich über jeden einzelnen Betrag! Ein riesiges Dankeschön an euch alle, dass ihr mich in meinem Traum unterstützt!

Oft plagen mich Zweifel, ob wir das Ziel von einem Kinderheim schaffen. Doch dann gibt es so grossartige Tage wie heute! Dank einer lieben unbekannten Spenderin, die unglaublich grosszügig ist, an uns glaubt und 5'000 Franken spendet, geht es nun weiter! Danke an sie, dass sie uns Hoffnung macht, sogar noch den Restbetrag von 10'000 Franken zu erreichen! Der Countdown läuft, helft uns bitte nochmals tatkräftig! Und vergisst nicht: schaffen wir die 10'000 Franken in 10 Tagen nicht, dann verlieren wir das gesamte Geld (20'000 Franken) der 2. Etappe!

Zudem würden wir uns freuen, euch diesen Freitag an unserem Benefiz Slam Poetry Abend in der Bibliothek Bar in Basel anzutreffen: www.facebook.com

Eure Vanja

2. Etappe geschafft! DANKE!

12.08.2018
Liebe Boosterinnen, liebe Booster

Wahnsinn! Wir haben die 2. Etappe unseres Crowdfundings geschafft! Wir haben bereits 62'839 Franken für unbegleitete Kinder auf der Flucht gesammelt. Dank EUCH!!!
Wir haben jetzt nur noch 19 Tage Zeit, um die 3. Etappe zu schaffen. Das wird unglaublich schwierig, aber ich bin mir sicher, dass wir es zusammen schaffen! Ich möchte sobald wie möglich, das Kinderheim für die Kinder in Serbien eröffnen und dadurch die Kinder von der gefährlichen Strasse holen. Ich werde bis zur letzten Minute kämpfen, um das Geld zusammen zu bekommen, denn diese Kinder verdienen ein sicheres Zuhause!

Deshalb nochmals: Danke für eure unglaublich tolle Unterstützung und lasst uns nicht aufgeben! Nicht so kurz vor dem Ziel :)

Eure
Vanja

Endspurt!

06.08.2018
Liebe Boosterinnen, liebe Booster

Nur noch 23 Tage bis unser Crowdfunding endet! Wir sind unglaublich dankbar, dass wir bereits 46'363 Franken zusammen bekommen haben. Nur haben wir ein kleines Problem: Wenn wir die 2. Crowdfunding-Etappe nicht schaffen, fallen wir auf die 1. Etappe zurück. So funktioniert diese Crowdfunding-Plattform. Dadurch würden wir die jetzt zugesicherten 15'363 Franken nicht bekommen. Das Geld ginge zurück zu den Spenderinnen und Spendern. Deshalb bitten wir Sie nochmals innigst: Erzählen Sie Ihren Bekannten und Freunden von uns, verteilen Sie unsere Flyer in der Badi (Bestellung über info@border-free.ch) oder Spenden Sie nochmals 10 Franken. Wir freuen uns über jede noch so kleine oder grosse Hilfe! Zusammen schaffen wir das und holen die Kinder in Serbien von der Strasse!

Eure Vanja

Weil nichts tun keine Option ist…

20.07.2018
Menschen auf der Flucht erleben viel Schreckliches und Erschütterndes. Täglich höre ich von neuem, schrecklichem Leid der Menschen. Wie die Geschichte vom 9-jährigen Hasan*. So fein, klein, unterernährt und in den schäbigen und abgenutzten Kleidern sieht er viel jünger aus, als er ist. Ich habe ihn in einem Flüchtlingscamp kennengelernt. Er ist alleine auf der Flucht. Er spricht nicht viel, aber macht uns bereits am Anfang des Gespräches klar, dass er Arzt werden möchte und nach Paris unterwegs ist. Sein Vater, Angehöriger der Lokalpolizei, welcher gegen die Taliban kriegte, musste aufgrund der stetigen Drohungen der Taliban nach Pakistan flüchten. Leider hatte Hasans Familie aber auch in Pakistan kein ruhiges Leben. Die Taliban fanden sie auch dort und stiegen in einer Nacht in ihr Haus ein. Hasans älterer Bruder wurde dabei getötet. Hasan sollte der nächste sein und so floh er, alleine. Er hatte auf seiner Flucht das grosse Glück, immer nette Menschen anzutreffen, die ihm behilflich waren. Doch auch er erlebte schlimme Situationen, die ihn manchmal unruhig schlafen lassen. Seinen schlimmsten Moment erlebte er an der iranischen Grenze, wo die iranische Polizei auf seine Gruppe schoss. Hasan hat oft Alpträume davon, er kriegt die Bilder der Schiessereien und Morde nicht aus seinem Kopf. Nun ist er seit ein paar Wochen in Serbien in einem Flüchtlingscamp. Immer noch alleine. Hasan hofft, dass er bald zur Schule gehen kann. Er will den Menschen als Arzt helfen: „Das Wichtigste im Leben ist es, dass man den Menschen hilft und ein guter Mensch ist." Trotzdem sehnt sich Hasan am meisten nach seiner Familie. Sein grösster Wunsch ist es, wieder mit seiner Familie zusammenzuleben. Er vermisst sie unglaublich. Am meisten, wenn es Abend wird. Denn dann lag er früher am liebsten in den Armen seiner Familie. Seine ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen:
www.facebook.com

Ich werde die nächsten Wochen in Serbien sein, um weiter an meinem Projekt zu arbeiten. Und dabei werde ich wieder mit dem Ausmass des Leides der unbegleiteten Kinder konfrontiert. Ich werde neue Geschichten und Erzählungen von ihrem Leid hören, welche mich unruhig schlafen lassen und mich zum weinen bringen. Doch seit fast drei Jahren mache ich mich immer wieder auf den Weg zu den Menschen auf der Flucht. Warum? Weil nichts tun keine Option ist für mich!

Dank euch, liebe Boosterinnen und Booster, kann ich mich bald um diese unbegleiteten Kinder und Jugendlichen kümmern. Denn ihr macht es mit eurer Spende und eurem Engagement möglich, mit mir ein Kinderheim zu eröffnen. Doch dafür müssen wir die zweite Etappe schaffen.

Wir haben uns übrigens ein neues Geschenk für eure Spende ausgedacht. Die Idee stammt von Lida und ihrer 4-jährigen Tochter. Mit viel Leidenschaft hat sie ein Vogelhaus gebastelt - symbolisch für den Schutz, den ich den Kindern mit dem Kinderheim bieten will. Wer also jetzt bis Ende Juli mindestens 75 Franken spendet, erhält von mir ein tolles House of Rescue Vogelhaus-Kässeli gefüllt mit Schokolade und ganz viel Liebe. Ist das nicht ein ideales Geschenk für eure Kinder, Grosskinder, Neffen oder Nichten?

Eure Vanja

*Um die Identität des Kindes zu schützen, wurde der Name geändert.

HALBZEIT! NEIN, ES GEHT NICHT UM FUSSBALL, SONDERN UM UNSER KINDERHEIM!

13.07.2018
Liebe Boosterinnen und Booster

Dank euren grosszügigen Spenden haben wir in der Halbzeit unserer Spendenaktion die 1. Etappe von 31‘000 Franken erreicht. Es bleiben uns noch weitere 50 Tage um das 2. Etappenziel zu erreichen. Wenn noch weitere 22‘168 Franken zusammenkommen, dann steht dem Kauf des Hauses nichts mehr im Weg und wir können unser Kinderheim House of Rescue noch vor dem Winter eröffnen. Gemeinsam erreichen wir das Spendenziel!

HERZLICHEN DANK FÜR DIE 227 SPENDEN!

Wenn jeder bisherige Spender nochmals CHF 100.- einzahlen würde oder jemanden aus seinem Umfeld dazu bewegen würde diesen Betrag zu spenden, dann würden wir die 62‘000 Franken für den Hauskauf garantiert zusammenbekommen. Wir sind auf jede Einzelne und jeden Einzelnen angewiesen! Bitte erzählt eurer Familie und euren Freunden und Bekannten von unserem Projekt und bittet sie ebenfalls mitzuhelfen. Jede noch so kleine Spende ist wichtig und bringt uns dem 2. Etappenziel näher.

Die unbegleiteten Kinder auf der Flucht werden euch dankbar sein, wenn sie das Kinderheim House of Rescue ihr Zuhause nennen können. Eure Spende trägt dazu bei, dass die unbegleiteten Kinder auf der Flucht ein Zuhause und Sicherheit erhalten. Sie und das ganze Borderfree Team werden euch dankbar sein!

Eure Vanja

TAUSEND DANKE AN ALLE, DIE UNS UNTERSTÜTZEN!

01.07.2018
Liebe Boosterinnen und Booster

Dank euren grosszügigen Spenden haben wir das erste Ziel für unser Kinderheim House of Rescue erreicht: 31'000 Franken sind schon zusammengekommen! Innert rund 40 Tagen habt ihr es geschafft, den ersten Teil für den Kauf des Hauses zusammenzutragen. Gemeinsam schaffen wir auch noch den Rest!

Neben den Online-Aktivitäten sind wir engagiert bei diversen Anlässen. Du kannst mich und mein Team dort antreffen und mit uns direkt reden. Alle Events findest du auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com

TAUSEND DANKE AN ALLE, DIE UNS UNTERSTÜTZEN!

Bald sind wir schon 200 Boosterinnen und Booster! Und wir sind auf jede Einzelne und jeden Einzelnen angewiesen! Das nächste Ziel sind weitere 31'000 Franken in der zweiten Spendenetappe. Das ist eine Herausforderung, dir wir nur mit eurer Hilfe gemeinsam schaffen. Erzählt euren Freunden, Bekannten und Familie von unserem Projekt und bittet sie ebenfalls mitzuhelfen. Jeder Tag und jede Spende zählt!

Vergesst nicht: Mit einer Spende trägst du zu einem sicheren und behüteten Leben eines unbegleiteten Kindes auf der Flucht bei. Vielen herzlichen Dank!

Eure Vanja

Farhad, 14, Afghanistan: «Ich bin erst 14 Jahre alt, aber ich bin müde vom Leben, wirklich sehr müde.»

13.06.2018
Liebe Boosterinnen und Booster

Diese Woche möchte ich euch die Geschichte von Farhad erzählen, die mich unglaublich fest bewegt. Genau wegen solchen Schicksalen braucht es House of Rescue und eure Unterstützung. Unser geplantes Kinderheim in Serbien schützt unbegleitete Kinder auf der Flucht vor solch grauenvollen Umständen.

Farhad* ist vor drei Jahren aus Afghanistan geflohen. Er ist 14 Jahre alt und will
Automechaniker werden. Auf seinem Körper sind Narben von Feuer und Bomben sichtbar.
Ein fröhlicher und geselliger junge, dessen Qual nach dem Verlassen seiner Heimat vor ein
paar Jahren begonnen hat. Farhad ist der älteste seiner vier Geschwister, die in Afghanistan geblieben sind. Sein Vater wurde von den Taliban getötet, als er noch klein war. Seine Kindheit war geprägt von Armut und den Bemühungen seiner Mutter, die Familie zu ernähren. Er erinnert sich heute noch an die dauernden Angriffe der Taliban im Dorf. Sie warfen Bomben, es gab Feuer und er musste sich immer verstecken.

Farhad absolvierte nur die erste Klasse. Danach musste er die Schule verlassen, weil er der Mutter beim landwirtschaftlichen Arbeiten half, was die einzige Einnahmequelle war. Farhad erzählt heute mit Wehmut von seinem Heimatdorf. Ihm kommen jedes Mal die Tränen, wenn er seine Mutter erwähnt, die er seit seiner Abreise nicht mehr gesehen hat. «Ich wünschte, ich könnte wieder zur Schule gehen. Ich möchte meine jüngste Schwester umarmen», erzählt er. Jede Nacht bevor er schlafen geht, denkt er an sie. Er hat Angst, dass sie in Gefahr sind und Hunger leiden und es niemanden gibt, der ihnen helfen oder Schutz bieten könnte. In ihrem Dorf gibt es weder Strom noch Internet, deshalb kommunizieren sie sehr selten.

Afghanistan musste er verlassen, weil die Taliban wollten, dass er ein Mitglied Ihrer Einheit wird. Das bedeutet, dass sie ihn mobilisieren wollten. Da Farhad sich weigerte, drohten sie ihm mit dem Tod. Eines Tages stürmten ein paar bewaffnete Taliban in sein Haus und fragten nach ihm. Er wurde dabei verletzt, da die Taliban auf ihn und seine Familie schossen. Er musste aufgrund einer Schusswunde ins Krankenhaus. Die Familie und er schafften es zu entkommen und wohnten für eine Weile bei einem Onkel, weil sie sich nicht mehr nach Hause trauten. Als er merkte, in welcher Gefahr er sich befindet und dass die Taliban im ganzen Dorf nach ihm Ausschau hielten, entschied er sich zur Flucht. Er ging nach Europa mit ein paar Freunden. Nur mit einer Tasche und ein paar kleinen
Ersparnissen, die ihm seine Mutter mitgab.

Als schlimmste Erfahrung auf der Flucht beschreibt er die Nächte vor der iranischen Grenze, wo sie stundenlang froren. Sie hatten enorme Angst vor der Grenzpolizei, die nicht zögerte zu schiessen. Mehrere seiner Gefährten starben während sie die Grenze passierten. Doch er schaffte es immer weiter. Dann erzählt er von seinen traumatischen Erlebnissen im Camp Harmanli in Bulgarien. Dort wurde er geschlagen und eingesperrt. Darüber kann er nicht reden. Für ihn wird nichts mehr dasselbe sein. Nach den Ereignissen in Bulgarien weiss er nicht, was ihn noch glücklich machen kann. Jede Nacht, wenn alles still um ihn herum ist, kommen die Bilder dieser erschreckenden Ereignisse wieder hoch. Er sagt, auch wenn er jemals erfolgreich sein sollte, könne er nie wieder glücklich sein, wegen allem was ihm passiert ist. Das würde ihn nie mehr loslassen.

Unendlich langes Trampen zu Fuss, der Hunger, die eisige Kälte, Gewalt und Unsicherheit
begleiteten Farhad und andere Jugendliche auf der Reise nach Serbien. Nach der Einreise
in Serbien war es einfacher, weil die Menschen ihn besser behandelten. Er musste nicht
mehr um sein Leben fürchten. Er hatte keine Angst mehr vor der Polizei, weil ihn hier
niemand schlägt. Aber es kamen neue Gefahren auf ihn zu. In den ersten Monaten seines Aufenthalts in Serbien hatte er Probleme mit der Unterkunft. Er schlief in verlassenen
Baracken im Zentrum der Stadt mit ein paar hundert Mitreisenden. Es war ein extrem harter Winter. Sie froren grausam und verbrannten ihre eigenen Abfälle, um sich zumindest ein wenig aufzuwärmen. Sie schliefen auf dem Boden, umgeben vom Rauch und schrecklichem Schmutz. Vom Rauch konnte man nicht schlafen und es plagte die Menschen ein erstickender Husten. In der Baracke erhielten sie Pakete mit Lebensmitteln, für die er sehr dankbar war. Täglich erhielten sie Mahlzeiten, Wasser, Pakete, die von verschiedenen Organisationen verteilt wurden. Sie wurden von ihnen über die Umstände ihres Aufenthaltes ausgefragt. Mit Scham und Ekel bezeugt Farhad, dass in der Nähe der Baracke in Belgrad sich ihm immer wieder ein paar ältere Männer näherten und ihm zwei bis fünf Euro für Sex anboten. Aber er hat immer abgelehnt. Er offenbart uns, dass einige Jugendliche sich darauf einliessen und mit dem Kunden in Richtung öffentliche Toiletten auf dem Belgrader Busbahnhof gingen. Dort bekamen sie für ihren Körper weniger als fünfhundert Dinar von den älteren Männern. Für das Geld assen die Jugendlichen etwas oder kauften sich Guthaben für ihr Handy, um ihre Familien in Afghanistan zu kontaktieren.

Farhad erzählt uns, dass er grosse Angst vor den älteren Männern hatte. Doch nicht nur vor ihnen fürchtete er sich, sondern auch vor den Kriminellen, die man vor der Baracke sah. Aber auch vor der Gewalt, die in in der Baracke herrschte.

Neben den schlechten hygienischen und materiellen Bedingungen in den Baracken gab es oft körperlichen Konfrontationen. Er ging dem stets aus dem Weg, denn er fürchtet sich zu sehr vor solchen Situationen. Er betete und verlor nie die Hoffnung.

Farhad bekam die Hilfe, die er brauchte. Auch wenn nun alles vorbei ist, kann er nicht über das alles Geschehene reden. Denn dann fühlt er sich wirklich schlecht: Unerträgliche
Schmerzen, Trauer und Scham kommen auf. Einige Male nahm er ein Messer und schnitt
sich in die Hände, weil dann der körperliche Schmerz sein seelisches Leiden ersetzte und es für einen Moment lang einfacher war. Für einen Moment kann seine Seele Luft holen. Über einige Ereignisse zu sprechen, die ihm wiederfahren sind, wird er wohl nie in der Lage sein. Er hofft, dass er es irgendwie irgendwann vergessen wird. Er sagt: «Ich bin erst 14 Jahre alt, aber ich bin müde vom Leben, wirklich sehr müde. Zu viele hässliche Dinge sind mir zugestossen und alles was ich will, ist Frieden und meine Mutter nochmals umarmen.»

Es ist nicht fair, dass irgendjemand auf der Welt sowas erleben muss, aber schon gar nicht ein 14-jähriges Kind. Auch wenn es schmerzt, erzählen sie Ihrer Familie und Freunden von Farhad und hoffentlich kommen wir dann gemeinsam zum Ziel und können das House of Rescue gemeinsam eröffnen. Danke!

Herzlichst
Vanja

*Um die Identität des Kindes zu schützen, wurde der Name geändert.

DANKE

31.05.2018
Liebe Boosterinnen und Booster

Vor einer Woche habe ich unser Crowdfunding gestartet und es wurde bereits über 6000 CHF gespendet. Herzlichen Dank an alle Booster und Boosterinnen. Danke auch fürs Weitersagen und für die vielen lieben Worte! Ich weiss, mein Spendenziel ist hoch, aber ich glaube fest daran, dass wir es gemeinsam schaffen können - gerade deshalb zählt jeder Tag und jede Spende. Fast stündlich schaue ich auf die Plattform, nervös und gespannt, wie sich die Spenden entwickeln. Und dies während ich in Serbien täglich am Projekt arbeite: Meetings mit den beteilligten staatlichen Institutionen, Treffen mit Architekten und Baugeschäften und viele herzzerreissende Gespräche mit betroffenen Kindern und Minderjährigen auf der Strasse.

"House of Rescue" liegt mir sehr am Herzen und ich gebe alles dafür. Warum mir das Projekt so wichtig ist? Weil ich vor Ort immer wieder in diese Kinderaugen sehe. Es gibt Kinder in Camps, bei denen ich weiss, dass sie ohne Elteren und Begleitung sind - ganz auf sich alleine gestellt. Diese Kinderaugen strahlen viel Leere und Traurigkeit aus. Ich kann mir oft nicht mal vorstellen, was diese Augen bereits erlebt und gesehen haben. Ohne Kinderheim "House of Rescue" sind sie Gewalt, Missbrauch, Drogen und Prostitution ausgestellt. Diese Kinder will ich gemeinsam mit euch schützen vor den Gefahren in den Camps und auf der Strasse.

Für unsere erstes Etappenziel haben wir bereits 20% erreicht. Wenn wir gemeinsam anpacken, dann haben wir bis am 6. Juni 15'000 CHF gesammelt. Vergesst nicht: Mit jeder Spende können wir schlussendlich für ein geschütztes, behütetes und sicheres Leben eines Kindes sorgen.

Eure Vanja

Start in Tag 3

25.05.2018
Liebe Booster und Boosterinnen

Ein herzliches Dankeschön für den tollen Start und die vielen positiven Rückmeldungen. Das gibt mir viel Hoffnung, dass ich meinen Herzenswunsch für ein Kinderheim realisieren werde. Aber ich bin mir auch bewusst, dass noch viel vor mir liegt… Darf ich euch deshalb bitten, das Projekt euren Freunden und Bekannten zu empfehlen? Sendet Mails, FB-Nachrichten oder sagt es mündlich weiter. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen und begleitet mich täglich mit viel Emotionen. Deshalb habe ich begonnen, ein Tagebuch zu schreiben, aus dem ich gerne ein paar persönliche Zeilen mit euch teilen möchte:

"Das Crowdfunding hat gestartet und zeigt das Video, welches wir im Vorfeld gedreht haben. Alle haben ehrenamtlich daran mitgearbeitet, was ich unglaublich schätze. Ich sollte den Menschen das Haus für die Kinder näherbringen, die Wichtigkeit erklären, über die Dringlichkeit und die Notlage erzählen. Die Dreharbeiten sind aber strukturiert und trocken, so dass es schwierig ist, meine Gefühle frei zu lassen. Ich kann nicht auf Knopfdruck meine Erfahrungen in Serbien schildern und es dem Zuschauer bildlich vor Augen führen. Und trotzdem hoffe ich, dass die Botschaft ankommt, denn davon hängt viel ab. Wenn ich vor diesen Kindern stehe und mir ihre grausamen Geschichten anhöre, bin ich jedes Mal zutiefst betroffen. Ich fühle in diesen Momenten mit. Ich kann mich in sie hineinversetzen. Nichts auf der Welt kann die Augenblicke wiedergeben, nicht die beste Kamera der Welt kann die Emotionen zeigen, was ich fühle. Und wie sehr ich es mir wünsche, die Kinder im House of Rescue sicher unterzubringen. Mein Sohn ist 12 Jahre alt. Im September kommt er in die Oberstufe. Er freut sich. Hat was mit erwachsen werden zu tun. Ich hoffe wir werden es schaffen und diesen Kindern genau diese Möglichkeit auf ein normales Leben schenken.“

In diesen Tagen bin ich gerade wieder vor Ort in Belgrad und treffe Jugendliche, die auf der Strasse leben und in der Prostitution ihre einzige Überlebenschance sehen. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr mir helft, diese jungen Menschen da wegzuholen.

Herzlichst, eure Vanja <3
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INITIATOR

Vanja Crnojević
Loznica (SW)
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