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Neues Wissen aus der HTW Chur

22.05.2015
Was bieten Crowdfunding-Projektinitiatoren ihren Unterstützern eigentlich so als Gegenleistung an? Dieser Frage sind Kerstin Wagner und Michael Beier von der HTW Chur nachgegangen. Denn schliesslich sind die Gegenleistungen, oder Goodies wie wir sie nennen, das eigentliche Kernstück jeder Kampagne. Für die Unterstützer kann eine geeignete Gegenleistung genau die Motivation sein, ein Projekt mit einem Betrag zu unterstützen. Die Projektinitiatoren müssen aber darauf achten, dass sie sich mit den Gegenleistungen zeitlich und finanziell nicht verzetteln. Schliesslich muss genug Geld für das eigentliche Projektziel übrig bleiben.

Gegenleistungen wie ein Kaffeegutschein für die neue Kaffeemaschine im Quartier-Café, ein handgemachter Schlitten oder eine neue Funktionsjacke sind mögliche Vor-Verkäufe. Andere Gegenleistungen sollen eher das Ego des Geldgebers "boosten", zum Beispiel, indem sein Name irgendwo im Abspann des Films, auf der CD oder der Rikscha auftaucht. Oder das Geld wird für eine gute Sache verwendet, hat einen echten Gemeinschaftsgedanken und hilft konkret jemandem.

Die Übergänge zwischen Spende und echter Gegenleistung sind oft fliessend: Bei 100-Days kann man ab 15 Franken eine Gegenleistung anbieten. Das fängt oft mit einem ideellen Dankschön, einem Foto oder einer Postkarte an und geht bis zum Produkt selbst oder sogar einer Premium-Version. Stets gilt, je kreativer und exklusiver eine Gegenleistung ist, umso attraktiver ist sie für den Geldgeber.

Da jeder Geldgeber eine etwas andere Summe im Kopf hat, die er oder sie bereit ist zu geben, sollten die Gegenleistungen sowohl etwas für den kleinen als auch für den grösseren Geldbeutel bereithalten. Die meisten Porjektinitiatoren bieten zwischen drei bis sechs Gegenleistungen an (siehe Abbildung oben). Es gibt aber auch einige Kampagnen, in denen mit acht oder neun Gegenleistungen sehr genau gestaffelt jeder mit seinem Budget abgeholt wird. Hier gilt das Motto" Viel hilft viel!"

Hier geht’s zu weiteren Auswertungen: www.digitalestrategien.ch

Mehr Infos zu Kerstin Wagner gibt's hier: www.facebook.com

Über Michael Beier könnt ihr hier mehr lesen: www.facebook.com

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Vegane Eva auf Eroberung in Bern - 20 Minuten

21.05.2015
Eva's Apples, ein verganer Laden, der bereits in Zürich eine Filiale hat, möchte nun in die Hauptstadt expandieren. Auf 100-Days sammelt Eva das dafür nötige Kapital. 20 Minuten hat heute über das Projekt berichtet.

Hier geht's zum Bericht: www.20min.ch

Hier zum Projekt auf 100-Days:
www.100-days.net

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Hopp oder Top? Wann sind Projekte erfolgreich und vor allem: Wann nicht?

18.05.2015
Sicherlich habt Ihr schon Crowdfunding-Projekte erlebt, die direkt durch die Decke gehen und andere wiederum eher schle cht als recht vor sich hinplätschern. Die gute Nachricht ist: wer mal 50% geschafft, kann – rein statistisch gesehen – fast nicht mehr scheitern. Die schlechte Nachricht: Das Ding muss in den ersten Tagen zum Fliegen gebracht werden. Kerstin Wagner und Michael Beier haben untersucht, wie sich im Durchschnitt die erfolgreichen und die nicht-erfolgreichen Projekte auf 100 Days entwickeln. Die Message ist klar: Bereits am ersten Tag entwickeln sich erfolgreiche Projekte ganz anders als nicht erfolgreiche Projekte (siehe Abb oben.).

Nach zehn Tagen haben die erfolgreichen Projekte durchschnittlich bereits ein Drittel der Zielsumme erreicht. Die meisten nicht-erfolgreichen Projekte haben auch zum Ende der Kampagne nicht mehr als 5% der Zielsumme eingesammelt.

Woran liegt’s?

1. Zu wenig Online-Marketing!
Die Projektinitiatoren machen insgesamt viel zu wenig Online-Marketing für die Kampagne. Daher werden nur relativ wenige potentielle Geldgeber auf das Projekt aufmerksam und nur wenige besuchen die Seite auf der Crowdfunding-Plattform.

2. Unattraktives Projekt!
Das Projekt, die Leute dahinter oder auch die erzählte Geschichte wirken einfach nicht attraktiv auf potenzielle Geldgeber. Möglicherweise passt die angefragte Geldsumme nicht zur Geschichte oder die Gegenleistungen holen die potenziellen Geldgeber nicht ab. Dies führt dann dazu, dass unabhängig davon, wie viele Leute die Projektseite auf der Crowdfunding-Plattform besuchen, nur sehr wenige Geld geben.

3. Der Social Proof in den ersten Tagen!
Das Projekt ist eigentlich attraktiv. Allerdings sinkt das Vertrauen potenzieller Geldgeber in das Projekt oder die Initiatoren, je mehr Tage verstrichen sind und dabei noch nicht wirklich viel Geld eingesammelt wurde. Denn selbst wenn das Projekt eigentlich als gut wahrgenommen wird, neigen potenzielle Geldgeber zu Zweifeln, wenn nach einer gewissen Laufzeit der Kampagne nur wenige andere bereits Geld gegeben haben.

Hier geht’s zu weiteren Auswertungen: www.digitalestrategien.ch

Mehr Informationen zu Kerstin Wagner gibt es hier: www.facebook.com und zu Michael Beier hier: www.facebook.com

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